Peter Lohmeyer

Peter Lohmeyer

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Peter Lohmeyer

Peter Lohmeyer ist Theater- Film- und Fernseh-Schauspieler, Produzent und Maler. Kaum ein anderer Künstler hat die deutsche Medienlandschaft der letzten Jahrzehnte so geprägt wie er. Lohmeyer spielte unter Claus Peymann Theater, stand für Dominik Graf für seine Novelle Vague-Interpretationen vor der Kamera, eroberte mit Sönke Wortmann ein Weltpublikum und suchte sich immer wieder junge, interessante Regisseure wie Peter Lichetfeld, Lars Jessen oder Oliver Kienle für Arthouse-Produktionen, die das Publikum in seinen Bann ziehen und Feuilleton verzücken. Mainstream ist seine Sache nicht.


1962 wurde Peter Lohmeyer in Niedermarsberg geboren. Sein Vater war Pastor und wechselte mehrfach die Pfarrei, so ging er ging in Hagen, Stuttgart und Dortmund zur Schule. Schon in jungen Jahren entdeckte Peter Lohmeyer die Leidenschaft des Schauspiels für sich und stand ab 1978 im Kinder- und Jugendtheater in Dortmund auf der Bühne. Er besuchte anschließend die Westfälische Schauspielschule Bochum und gab 1985 in den Kammerspielen in „Was heißt hier Liebe" unter der Regie von Claus Peymann sein Bühnendebüt. Noch im selben Jahr folgten Engagements am Württembergischen Staatstheater in Stuttgart und später auch an Theatern in Düsseldorf, Hamburg oder Berlin, wo er zum Beispiel unter der Regie von Katharina Thalbach, in Inszenierungen am Schillertheater von „Minna von Barnhelm“ oder dem Thomas Brasch-Stück „Liebe Macht Tod oder Das Spiel von Romeo und Julia" spielte. Der Theaterbühne ist Peter Lohmeyer auch in späteren Jahren immer treu geblieben. 1999 spielte er am Berliner Maxim Gorki-Theater in dem Stück „Die Beleidigten“, unter der Regie von Ulrich Hub. 2009 und 2010 kehrte Peter Lohmeyer dann zurück an seine alte Wirkungsstätte Bochum und spielte in dem Stück „Menschen im Hotel“, unter der Regie von Anna Bergmann.


Auch vor der Kamera, sammelte Peter Lohmeyer schon früh erste Erfahrungen, was ihm 1983 seine erste Hauptrolle in Alexander von Eschweges Fernsehfilm NOCH EIN JAHR UND SECHS TAGE ermöglichte. 1986 arbeitete er erstmals mit Dominik Graf zusammen, der ihn auch in den kommenden Jahren oft für seine Rollen auswählte, so zum Beispiel 1988, in dessen Komödie TIGER, LÖWE, PANTHER. Für seine schauspielerische Darbietung in Peter Lichtefelds vielfach ausgezeichneten Spielfilm ZUGVÖGEL…EINMAL NACH INARI, erhielt Peter Lohmeyer 1998 den Filmpreis in Gold. Fast ohne Dialog, spielt er hierin einen deutschen Kommissar, der einen Mordverdächtigen durch Finnland verfolgt.


Deutschlandweite Bekanntheit erlangte Peter Lohmeyer im Jahr 2003 mit dem vielfach ausgezeichneten Film DAS WUNDER VON BERN von Sönke Wortmann. Peter Lohmeyer begeisterte darin mit seiner Darstellung des Kriegsheimkehrers und Familienvaters Richard, der nach dem Zweiten Weltkrieg nur schwer zurück in die deutsche Gesellschaft findet, ein Millionenpublikum.


Es folgten viele weitere Kinorollen, darunter SÜPERSEKS (2003, Regie: Torsten Wacker), DER TAG, ALS BOBBY EWING STARB (2004, Regie: Lars Jessen), PLAYA DEL FUTURO (2004, Regie: Peter Lichtefeld), BIS AUFS BLUT (2009, Regie: Oliver Kienle), TOM SAWYER (Regie: Hermine Huntgeburth), FESTUNG (2011, Regie: Kirsi Marie Liimatainen) oder JUNGES LICHT (2015, Regie: Adolf Winkelmann).


Für die Filme BUNTE HUNDE (1995), DIE MUTTER DES KILLERS (1996) und DER CUBA COUP (2000) arbeitete Peter Lohmeyer außerdem als Koproduzent mit seiner 1994 gegründeten Firma „Glückauf Film“.


Auch aus der deutschen Fernsehlandschaft ist Peter Lohmeyer nicht mehr wegzudenken. In Alexander von Eschweges DER KAMPFSCHWIMMER spielte er bereits 1983 eindrucksvoll einen Bademeister, der sich in eine Traumwelt flüchtet und verhängnisvolle Gewaltfantasien entwickelt. Es folgten zahlreiche Rollen, darunter in SCHLAFENDE HUNDE (1991, Regie: Max Färberböck), DIE STRASSEN VON BERLIN (1993-97, Regie: Werner Masten, Rainer Münster), DER ELEFANT IN MEINEM BETT (2000, Regie: Mark Schlichter), SPUR DER HOFFNUNG (2006, Regie: Hannu Salonen), DON QUICHOTE-GIB NIEMALS AUF (2007, Regie: Sibylle Tafel), DAS MILLIONEN RENNEN (2012, Regie: Christoph Schnee) oder WALKÜRE (2019, Regie: Jakob Ziemnicki). Auch in bekannten TV-Reihen wie TATORT, POLIZEIRUF 110 oder NORD NORD MORD, ist Peter Lohmeyer regelmäßig präsent.


Neben dem Schauspiel ist der Fußball und der Club Schalke 04 bereits seit Kindheitstagen die andere große Leidenschaft Peter Lohmeyers. So zählt Peter Lohmeyer zu den berufenen Mitgliedern der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur und ist außerdem Botschafter der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“, die sich gegen Diskriminierung Und Rassismus auf deutschen Fußballplätzen richtet.


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