Idil Üner

Idil Üner

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Idil Üner

Durch ihre Zusammenarbeit mit den Regisseuren Fatih Akin und Thomas Arslan erlangte Idil Üner Ende der 1990er Jahre landesweite Bekanntheit als Schauspielerin. Nach der Hauptrolle in Rodolf Thomés Kinofilm „Das Geheimnis“ (1995) katapultierte ihre Rolle in Fatih Akins gefeiertem Spielfilmdebüt KURZ UND SCHMERZLOS aus dem Jahr 1998 Idil Üner in das Zentrum medialer Aufmerksamkeit. Von nun an ging es Schlag auf Schlag: 1999 holte der Regisseur Thomas Arslan sie für DEALER, den zweiten Film seiner „Berlin Trilogie“, vor die Kamera und im Jahr 2000 war Idil Üner erneut in einem Fatih Akin Film zu sehen: An der Seite von Moritz Bleibtreu und Christiane Paul begeisterte sie die Zuschauer in dem mehrfach ausgezeichneten Roadmovie IM JULI.


Seit dieser frühen Zusammenarbeit sind die Wege von Fatih Akin und Idil Üner eng miteinander verbunden und der gegenseitige Respekt füreinander zeigte sich in vielen weiteren Projekten. So war Idil Üner auch in Fatih Akins Filmen GEGEN DIE WAND (2003), VISIONS OF EUROPE (Kurzfilm, 2004) oder AUF DER ANDEREN SEITE (2006) zu sehen. Daneben prägte Idil Üner die deutsche Kinoleinwand auch mit Auftritten in Filmen wie BELLA MARTHA (2001), ZWEIOHRKÜKEN (2009) oder REWIND - DIE ZWEITE CHANCE (2015). Für ihre Rolle in Ümit Ünals Kinofilm ANLAT ISTANBUL wurde sie 2006 auf dem Filmfestival Ankara als „Beste Schauspielerin“ ausgezeichnet. 2018 spielte sie Hauptrolle im Kinofilm „Einmal Hans mit scharfer Soße“ Regie: Buket Alakus. 2019 überzeugte Idil Üner in Sherry Hormanns vielfach ausgezeichnetem Drama NUR EINE FRAU, welches den sogenannten „Ehrenmord“ an der deutsch-kurdischen Berlinerin Hatun Sürücü aus dem Jahr 2005 filmbiographisch nacherzählt.


Trotz ihres rasanten Einstiegs in die Welt des Schauspiels, blieb Idil Üner neben dem Schauspiel von einem Schaffensdrang angetrieben und suchte stets neue Herausforderungen. Bereits im Jahr 2001 gab sie mit dem Kurzfilm DIE LIEBENDEN VOM HOTEL VON OSMAN ihr Regiedebüt. Für die 15 minütige Komödie, die auf vielschichtige und humorvolle Art und Weise die Probleme junger deutscher Paare mit türkischen Wurzeln thematisiert, gewann Idil Üner 2001 den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold, den Friedrich-Wilhelm-Murnau Preis und war auf dem Max Ophüls Festival in der Kategorie „bester Kurzfilm“ nominiert. Idil Üner, führte hierbei nicht nur Regie, sondern war auch Co-Produzentin und schrieb auch das Drehbuch. Sie spielte neben Fatih Akin, den sie für das Projekt begeistern konnte, die Hauptrolle.


Seither ist Idil Üner auch regelmäßig Regisseurin von Theaterstücken, so wie HYSTERIA (2003), NORWAY TODAY (2005), FUNK IS NOT DEAD (2011) oder SÜPERMÄNNER (2014). Noch vor ihrem Schauspielstudium, welches sie von 1992 bis 1996 an der Hochschule der Künste in Berlin absolvierte, spielte Idil Üner ab 1990 am Tiyatrom, einem türkischen Theater in Berlin Kreuzberg, wo sie erstmals selbst auf einer Bühne stand. Wie ihr eigenes Engagement zeigt, hat Idil Üner die Leidenschaft für das Theater über die Jahre hinweg nie verloren. Ihre Stücke kennzeichnet stets die Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Themen, wie beispielsweise die, im öffentlichen Diskurs durchgehend präsente, Integrationsdebatte.


Neben dem Film und dem Theater, erschloss sich Idil Üner auch die TV-Landschaft. Noch während des Studiums, entdeckte Matti Geschonneck die junge Schauspielerin und holte Idil Üner 1994 für seinen TATORT „Die Sache Baryschna“ erstmals vor die Kamera. Seither ist Idil Üner dem breiten Fernsehpublikum aus TV-Reihen wie TATORT, SIBEL & MAX oder KOMMISARIN LUCAS und MORDKOMMISSION ISTANBUL bekannt.


Nach dem Ausscheiden von Barbara Auer, spielt Idil Üner aktuell an der Seite von Armin Rohde in Lars Beckers Kriminalfilm-Reihe NACHTSCHICHT.


Am 2. Oktober 2020 ging es für Idil Üner dann noch einmal dorthin zurück, wo alles begann: 22 Jahre nach seiner Deutschlandpremiere auf dem Filmfest Hamburg, feierte Fatih Akins hochgelobtes Spielfilmdebüt KURZ UND SCHMERZLOD in einer restaurierten Fassung erneut in Hamburg Premiere und kommt anschließend in die deutschen Kinos.


Die 1971 geborene Idil Üner ist gebürtige Berlinerin und lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

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